Dienstag, 5. Mai 2009

Zwei Stunden...

später wurde ich geweckt. Viel zu kurz, um zur Erholung zu kommen. Nun gut, Brannigan musste ja auch mal schlafen. Plötzlich war jedoch Gewehrfeuer zu hören. Also nix mit schlafen und Wache schieben. Aus der Mine heraus und kurz orientiert. Irgendjemand lief in Richtung Verwaltungsgebäude. Nichts wie hinterher. In einem Raum stellten wir dann den Mann, der eine schwarze Uniform und Gasmaske trug. "Lass das Gewehr fallen!", "Sag was hier los ist!" schrien wir ihn an. Er ließ die Waffe sinken und zog seine Maske gerade aus, als plötzlich etwas durch die Wand sprang und den Kerl unter sich begrub. "Etwas" traf es auch ganz gut: ein löwenähnliches Wesen, zwei Zahnreihen und irgendwelche Drähte am Hinterkopf. Da es uns noch nicht bemerkte, schoß Brannigan prophylaktisch zwei Schüsse in den Kopf. Die Kugel ging glatt durch, dampfendes Blut spritzte auf den Boden, das Vieh brach zusammen. "Das ging ja einfach", dachten wir. Der Gedanke war noch nicht fertig gedacht, da sprang das Vieh wieder auf alle viere. Was macht ein riesiger Troll in so einem Moment? Richtig, ich schoß meine gesamte Ex-Explosiv-Muni aus meiner Steyr-Aug auf das Vieh. Die Salven durchschlugen das Tier und beförderten es wieder durch das Loch, durch das hereingekommen war. Schnell wechselte ich die Munition. Ein paar Sekunden später schob sich wieder eine Pranke durch das Loch. Während Brannigan seinen Kompositbogen spannte, schlich ich mich um das Vieh, dass sich zum Sprung auf Brannigan bereitmachte. Drei Pfeile zeigten keine Wirkung, also sprang ich auf den Rücken des Tiers und bohrte mein Schwert in den Hals. Gerade als ich das Tier mit dem Schwert aufreißen wollte, hatte ich nur noch den Knauf in der Hand. Verdammt, das war doch ein Erbstück. So, was tut nun ein riesiger Troll und ein behändeter KI-Adept in diesem Fall? Richtig, sie rennen weg wie kleine Mädchen.

Das Vieh kam direkt hinter uns her. Ab zur Mine, sollte sich unser Freund das Feuerding mit dem Löwending beschäftigen. Mal sehen, wer zuletzt lacht. Ich rannte vor, Brannigan hinterher. Leider erwischte das Monster ihn und irgendwie kam er mit dessem Blut in Berührung. Ich hörte ihn schreien, er konnte sich jedoch zum Glück wegdrücken. Ich schnappte ihn mir und rannte weiter. Ich warf ihn in die Ecke und wollte die Tür öffnen, aber das Löwending schnitt mir den Weg ab. Also gut, umgekehrt, dachte ich. Ich sah wie Brannigan versuchte die Tür zu öffnen und ich hielt mit dem Sturmgewehr drauf. Das Vieh taumelte, aber Brannigan bekam die Tür nicht auf. Außerdem kam es wieder auf mich zu. Nix wie weg, dachte ich mir. Ich rannte in den rechten Gang, zum Fluss und zum Dynamit. Vielleicht brachte das ja was. Schnell über den Fluss und die Kiste geöffnet. Scheiße, das Vieh war schnell und setzte zum Sprung an. Brannigan kam schnell hinterhergehumpelt und wollte das Vieh in den Fluss tacklen. Leider roch das Tier Lunte und drehte sich blitzschnell um. Ein Prankenhieb und statt dem Löwen befand sich Brannigan im Fluss und wurde nach draußen gezogen. "Naja, scheint der einzige Ausweg zu sein", kam mir in den Sinn. Ich warf mein Sturmfeuerzeug in den Dynamitkasten und tat es Brannigan gleich. Die Strömung riss mich mit sich und aus der Öffnung heraus. Das letzte, was ich mitbekam, war eine riesige Explosion, danach verlor ich das Bewusstsein...

Am nächsten Morgen wurden Brannigan und ich gleichzeitig wach. Wir waren an einer kleinen Wasserquelle, jeder noch ein Clip Muni für die Ares P und ein, zwei Messer, mein Sturmgewehr war wohl in der Höhle geblieben. Brannigan verarztete sein Bein notdürftig. Die Säure hatte sich tief hineingebrannt. Wir beratschlagten gerade, was wir nun tun sollten und kamen überein, auf den Auftrag zu scheißen, als plötzlich ein Schwein zur Wasserstelle trat und genüsslich quiekend vom Wasser trank. "Anscheinend nicht giftig, anscheinend kostenloser Schweinebraten...", waren meine beiden Gedankengänge und ich stürzte mich auf das quiekende Schwein. Leider war das Vieh zu flink und ich zu groggy. Mein Sprung ging ins Leere und die Sau suchte das Weite. Plötzlich fing das GPS-Signal an zu piepen. Die Tussi war wohl ganz in der Nähe. Also nix wie dem Signal folgen. Wir erreichten drei Gebäude, in U-Form angeordnet. Das Signal kam aus dem rechten und wir gingen vorsichtig hinein. Sah alles leer aus. Ein Vorhang trennte einen Teil ab. Als wir diesen zur Seite schoben, kam uns furchtbarer Verwesungsgeruch entgegen. Nackte Frauenleichen türmten sich in einer Zelle. 10-20 Frauen unterschiedlichen Alters, nackt, den Hinterkof aufgebohrt. Anscheinend hatten wir es wohl mit Dr. Mengele zu tun. Wir suchten das Zielobjekt und unter mehreren Leichen fand ich Rebecca tatsächlich. Auch ihr war der Schädel aufgebohrt worden. Ihr rechtes Auge versuchte mich zu fokussieren und surrte. Ich untersuchte ihren Schädel und fand unter dem geronnen Blut einen kleinen Schalter. Ich betätigte ihn und ein Head-Memory-Chip trat heraus. Das Auge erstarrte. Hier gab es nichts mehr zu tun. Die restlichen Gebäude waren leer, vom Mad Scientist keine Spur. Nichts wie auf zu unseren Quads und raus aus diesem Albtraum...

1 Kommentar:

  1. Pretty nice story chummer. How did the story end?

    AntwortenLöschen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.